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Fotovoltaik auf Deponien

Deponien sind aufgrund ihrer Standort- und Untergrundbedingungen sowie ihres rechtlichen Status für eine Bebauung nur sehr eingeschränkt geeignet. Fotovoltaikanlagen sind hier eine gute Alternative, da geringe Anforderungen an den Untergrund bestehen und für ihre flächenintensive Errichtung insbesondere keine Acker- oder Grünflächen herangezogen werden sollten. Die CWH Ingenieurgesellschaft mbH hat in Koorperation mit der Hochschule Zittau/ Görlitz die Auswirkungen von Fotovoltaikanlagen auf Deponien untersucht. Ziel des Vorhabens war die Erarbeitung von Richtlinien für die Nutzung von Flächen gesicherter Altablagerungen, Deponien, industriellen Absetzbecken und Bergbauhaldenkörpern zur Errichtung von Fotovoltaikanlagen mit folgenden Arbeitspaketen:

  • Untersuchung und Bewertung der Stabilität von Sicherungssystemen unter Betrachtung verschiedener Gründungsvarianten
  • Untersuchung und Bewertung des geänderten Oberflächenwasserabflusses und Prüfung geeigneter Erosionsschutzmaßnahmen
  • Untersuchung und Bewertung des Bodenwasserhaushaltes einer Rekultivierungsschicht unter dem Einfluss einer Fotovoltaikanlage

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Durchführung des Genehmigungsverfahrens sowie der fachtechnischen Planung. Hier wurde z.T. Neuland betreten, da weder ausreichende Erfahrungswerte noch entsprechende allgemein anwendbare Regelwerke vorliegen bzw. vorliegen können.

Das von der Europäischen Union geförderte Projekt wurde 2013 abgeschlossen. Seitdem berät die CWH Ingenieurgesellschaft potentielle Bauherrn im Genehmigungsverfahren und prüft die Realisierbarkeit entsprechender Vorhaben. Nicht zuletzt fließen dabei die Erfahrungen aus zwei eigenen Anlagen (Bautzen-Nadelwitz und Gröbern bei Meißen) ein, welche die CWH betreibt.